Molsheim (Frankreich)

Gerbrunner Schüler zu Gast in Molsheim

 

Für eine Woche besuchten Schüler der Gebrunner Eichendorff- Mittelschule Molsheim im Elsass um dort mit französischen Schülern aus dem bilingualen Zweig der „école des Tilleuls“ für einige Zeit die Schulbank zu drücken und in Kooperationsspielen mehr zu lernen über ihre Partnerstadt im Elsass, über Frankreich und die französische Kultur.

Nach einem herzlichen Empfang in der Schule durch Rektor Pacou, der französichen Kooperationslehrerin Frau Marie Agram, sowie den Präsidenten der AFA Luc Blattner und dem Vicepräsident Jean-Marie Meyer konnten die Schüler das idyllische Städtchen Molsheim mit seiner groß angelegten gotische Kathedrale besichtigen und einiges über das einfache Leben der Karthäusermönche lernen. Molsheim ist der Sitz der Bugatti Werke, einer noblen Automarke, und so manches Schülerauge strahlte beim Anblick eines liebevoll restaurierten Oldtimers Baujahr 1945, der im  klopfenden Sound seine sofortige Fahrbereitschaft demonstrierte.

Gerbrunn ist die Partnergemeinde von Molsheim. Seit zwei Jahren bestehen Kontakte zwischen den beiden Schulen und ein Austauchprogramm. Nachdem bereits Anfang Mai französische Schüler mit ihrer Lehrerin Marie Agram Gerbrunn besucht hatten, starteten 31 deutsche Schüler der Klassen M7 und R7 mit der Kooperationslehrerin Christiane Potschka, dem Rektor der Schule Alfred Schäffer und den Klassenlehrern Ulrike Lurz-Hasler und Christoph Trautner den Gegenbesuch in Frankreich, wo sie vom Präsidenten der AFA Luc Blattner und Jean-Marie Meyer bestens betreut wurden. Die Schüler wurden zum Teil im Sportheim in Mutzig untergebracht oder in französischen Gastfamilien herzlich aufgenommen.

 

Mit auf dem kulturellen Programm stand ein Besuch in Obernai und Strasbourg mit dem Besuch des Strasbourger Münsters, einer Bootsfahrt mit Blick auf das Parlament und einem Picnic im Parc de l’Orangerie. Die zahlreichen brütenden Storchenpaare erfreuten im Park und machten dem Elsass mit dem Storch als Symboltier alle Ehre. Auf großes Interesse stieß eine zweistündige unterirdische Führung im Fort Mutzig, einer Festung, erbaut von Kaiser Wilhelm II, als Bollwerk gegen die Franzosen im Ersten Weltkrieg, wo man die neuesten technischen Erfindungen der damaligen Zeit bewundern konnte und das karge und entbehrungsreiche Leben der Soldaten in einem Bunker eindrücklich vermittelt bekam.

Natürlich wurde auch sehr viel Wert darauf gelegt deutsch-französische Kontakte aufzubauen und zu pflegen und da dies nirgends so gut geht wie beim Essen wurden die deutschen Schüler am Dienstagabend von Gastfamilien zu sich nach Hause eingeladen, um das Leben einer französischen Familie kennen zu lernen. Vornehm und  in gepflegter Atmosphäre empfing und verköstigte der Bürgermeister Laurent Furst und eine Delegation des Stadtrates die deutsche Schülergruppe im Chateau in Dachstein und bei einem gemeinsamen Grillabend  in der Schule waren endgültig die E-Mailadressen ausgetauscht, die Banden der Freundschaft geknüpft und für die Rektoren der beiden Schulen Herrn Schäffer und Monsieur Pacou stand fest, dass dieses Projekt im nächsten Jahr fortgesetzt werden muss. Traurig und mit vielen Freundschaftsküsschen links und rechts, aber erfüllt von einer wunderbaren Woche voller Gastfreundschaft und neuer Eindrücke, nahmen Schüler und Lehrer am Freitag voneinander Abschied.

 

 

Für die perfekte Planung und Organisation bedanken sich die Lehrer, Schüler und ihre Eltern der Gebrunner Eichendorffschule bei unseren französichen Kooperationspartnern in der Schule Frau Marie Agram,  bei den Präsidenten der französischen AFA Luc Blattner und Jean-Marie Meyer, die mit viel Engagement diese Reise gestaltet haben, sowie  bei den Bürgermeistern Herrn Wolfshörndl von Gerbrunn und  Monsieur Furst von Molsheim, die mit  finanziellen Zuschuss diese Reise unterstützt haben.
 
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